Samstag, 29. November 2025
fyi - Notfall-Kit ki for work
1. Notfall-Predigt
Textgrundlage: „Bereitet dem Herrn den Weg“ (Jes 40,3)
Liebe Gemeinde,
Advent ist ja die Zeit der Vorbereitung. Und wir alle wissen: Vorbereiten klingt immer so geordnet – als gäbe es einen klaren Plan, ein ruhiges Herz und genügend Zeit. Die Wirklichkeit sieht oft anders aus. Wenn wir ehrlich sind, besteht Advent zu einem guten Teil aus: „Ich wollte eigentlich schon viel weiter sein.“
Die Geschenke sollten längst besorgt sein.
 Der Adventskranz sollte ruhig und besinnlich brennen – statt den Nerven.
 Und die To-do-Liste sollte kürzer werden… wobei wir alle wissen: Sie wird nicht kürzer. Sie wechselt nur die Jahreszeit.
Und mitten hinein in dieses kleine heilige Chaos ruft die Bibel heute:
„Bereitet dem Herrn den Weg.“
Ich gebe zu: An manchen Tagen möchte man zurückrufen:
„Herr, nimm doch bitte den Stau mit!“
Aber vielleicht meint Jesaja gar nicht: „Mach alles perfekt.“
Vielleicht meint er: Mach Raum.
 Nicht in der Wohnung – im Herzen.
Advent heißt nicht:
 Alles muss glänzen.
 Advent heißt:
 Es darf etwas aufbrechen.
Ein Moment Ruhe. 
Ein tiefer Atemzug. 
Ein kleiner Funke Hoffnung in einer müden Woche.
Vielleicht sogar ein Lächeln, das man selber nicht hat kommen sehen.
Und ich glaube: Das ist der Weg, den wir dem Herrn bereiten.
 Kein asphaltierter Königsweg – eher ein schmaler Pfad durch unseren Alltag.
Aber es reicht.
Denn Gott kommt nicht erst, wenn wir fertig sind.
 Gott kommt mittendrin. 
Mitten in unseren ungeputzten Fenstern, unseren verlegten Plätzchenrezepten, unseren Fragen und Sorgen. 
Gott kommt dorthin, wo wir gerade stehen – und sagt:
 „Ich bin da. Du musst nicht perfekt sein, damit ich komme.“
Vielleicht ist das die wichtigste Adventsbotschaft:
 Nicht wir machen den Weg frei – Gott macht sich auf den Weg zu uns.
 Wir müssen nur die Tür einen Spalt weit offen lassen.
Und so schenke uns Gott in diesen Adventstagen Momente,
 in denen wir spüren:
 Die Welt ist nicht nur laut.
 Mein Herz ist nicht nur voll. 
Es gibt Platz.
 Für Hoffnung. 
Für Licht.
Für den, der kommt.
Amen.


2. Notfall-Segen (leichtfüßig, aber schön):
„Gott segne dich mit einem Lächeln – und schenke dir heute jemanden, der es zurückgibt.“


3. Notfall-Kirchkaffee-Smalltalk-Fragen:
* „Und, wie viele Vanillekipferl haben Sie dieses Jahr schon vernichtet?“
* „Und, wie sieht euer Adventskranz dieses Jahr aus – eher protestantisch klassisch oder doch eher ‘Feuerwerk der Weihnachtsopulenz?“
* Wissen Sie eigentlich, wie viele Zacken ein Herrnhuter Stern hat? (Ein klassischer Herrnhuter Stern hat 26 Zacken; 18 viereckige Zacken, 8 dreieckige Zacken und eine Aufhängung, also 24 Tage bis Weihnachten und drei Feiertage… )

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